Werbung: Die Verweigerung der Maschinerie

An Werbung hatte ich nie so wirklich Spaß. Zu ineffektiv, zu teuer und zu lästig. Aber so wenig Lust wie jetzt hatte ich noch nie. Woran könnte das liegen?

Werbung

Alles, nur keine Aufmerksamkeit

Ich bin sicher keine übliche Autorin, denn alles, was denen so Spaß macht, versuche ich von mir fernzuhalten. Werbung für meine Bücher zu machen gehört dazu. Ich bin da wie ein U-Boot. Ich tauche mal kurz auf, um dann wieder zu abzutauchen. Überhaupt stehe ich nicht gerne im Mittelpunkt. Mit meinen Büchern schon gar nicht. Daher wäre ich eigentlich bei einem Verlag am besten aufgehoben. Dann hätte ich mit meiner Werbung nichts am Hut. Als Selfpublisher ist die Verweigerung von Werbung natürlich ein wenig kontraproduktiv. Geht es überhaupt ohne?

Die Kunst, nicht Teil der Maschinerie zu sein

Werbung zu verweigern ist gar nicht so einfach. Sobald man als Selfpublisher etwas veröffentlicht, muss man damit rechnen, es mit anderen Menschen zu tun zu bekommen. Mit Lesern, Bloggern und Kollegen, sofern man Teil einer Community ist. Außer natürlich, man veröffentlicht nur, um seinen Namen mal auf einem Buchcover zu lesen. Da ich aber unter einem Pseudonym schreibe, kann es das nicht sein. So kann ich durch meinen Ort gehen, ohne Sorge zu haben, dass mich jemand auf mein Buch anspricht. Lesungen wären für mich ein Gräuel. Dennoch zählt irgendwie alles, was man für sein Buch tut im Prinzip schon unter Werbung.

Ohne Werbung kein Erfolg?

Ich habe in meiner kleinen Serie über den richtigen Marketing-Mix schon mal über Werbung gesprochen. All diese Tipps sind richtig und vernünftig und ich glaube uneingeschränkt an ihre Wirksamkeit. Trotzdem kommt bei Potztausend kein Ehrgeiz auf, all diese Kanäle zu bedienen. Aber anscheinend immerhin so viel, es von hier aus auf Amazon zu verlinken. So faul bin ich dann auch nicht :-). Das Schreiben meiner Geschichte an sich macht mir einfach mehr Spaß, als danach die Werbetrommel dafür zu rühren. Das merkt man bei Potztausend allerdings leider auch. Keine Rezensionen und leidliche Verkäufe. Also ist Werbung definitiv ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg. Vielleicht kommt ja noch jemand, der mir das abnimmt.

Nach welchen Kriterien kauft ihr eure Bücher? Gebt ihr auch denen die Chance, die nicht ständig im Internet, den Medien oder der Buchhandlung beworben werden? Wenn ja, wir findet ihr diese Bücher? Eventuell gibt es da ja noch Möglichkeiten, die mir entgangen sind.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wir hatten noch Kontakt, als Du Deine ersten beiden Bücher veröffentlict hattest, danach habe ich von Dir nichts mehr gehört. Da ich nicht den Autoren hinterhergoogele, deren Bücher ich mal vorgestellt habe (da hätte ich bei dreieinhalb Jahren bloggen auch viel zu tun), habe ich von deinem dritten und vierten Buch rein gar nichts mitbekommen. Schade, aber zu viel öffentliche Zurückhaltung hat eben diese Wirkung.
    Liebe Grüße
    Ina

    • Hallo Ina,
      das ist schön, nochmal von dir zu hören.
      Es tut mir leid, aber ich hatte dich nach meinem dritten Buch über die E-Mail-Adresse deines Impressums kontaktiert, ob du gerne ein Rezensionsexemplar haben wolltest. Da ich leider keine Antwort bekommen hatte, bin ich damals davon ausgegangen, du hättest kein Interesse mehr dran. Jetzt beginne ich zu glauben, dass dich meine Mitteilung gar nicht erreicht hat. Wahrscheinlich bin ich bei dir im Spam gelandet.
      Liebe Grüße
      Ann

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