Vellum – Layout-Programm der Extraklasse

E-Books erstellen zählte nicht zu meinen liebsten Aufgaben. Dabei habe ich nichts dem Zufall überlassen und sogar einen Online-Kurs gekauft, der mich schrittweise durch den Prozess führte. Trotzdem war es Krampf. Mit Vellum gehört das jetzt allerdings der Vergangengheit an.

Vellum

Schreiben ja – Layout nein! 🙁

Es gibt gewisse Dinge, die ich einfach nicht gerne mache, selbst wenn ich sie leidlich beherrsche. Mein E-Book Kindle- und Print-konform zu gestalten gehört auf jeden Fall dazu. Dabei ist ein vernünftiges Layout – zu dem natürlich auch das Cover gehört – immens wichtig für den Erfolg des Buches. Neben einem guten Text natürlich. Am liebsten würde ich diese Aufgaben outsourcen, aber im Hinblick auf mein knappes Budget habe ich mir das bislang verkniffen. Also muss ich weiterhin selbst ran. Jetzt bin ich auf mein Allheilmittel gestoßen, ein Programm, das bei mir die Hoffnung weckt, mich in Zukunft doch noch für dieses Thema erwärmen zu können. Und nur fürs Protokoll: Auch hier kassiere ich keine Provision von den Programmierern. 😉

Teures Vergnügen?

Eins vorweg: Vellum gibt es leider nur für den Mac. Das ist wirklich bedauerlich, wenn man festgestellt, wie viel Arbeit einem diese Software spart. Und dabei noch vollkommen idiotensicher. Leider kein ganz billiges Vergnügen. Je nach Wechselkurs 200 € inkl. MwSt. für die E-Book-Version. Dafür kann man mit der jeweils aktuellen Version beliebig viele E-Books erstellen. Also wird Vellum von Buch zu Buch immer günstiger. Für ungefähr 50 € mehr erwirbt man zusätzlich ein Print-Modul. Davon habe ich diesmal noch Abstand genommen, da Vellum mit vorgegebenen Cover-Größen arbeitet, die den amerikanischen Buchformaten entsprechen. Da ich klassisch im Format Taschenbuch 12 x 19 cm veröffentliche, bot sich das für mich nicht an. Der Support nimmt aber Wunschgrößen entgegen, um dann zu entscheiden, welche Größen sie in Vellum aufnehmen werden. Da einige deutsche Autoren sich offenbar ebenfalls dieses Format gewünscht haben, bin ich da sehr zuversichtlich. Ein Upgrade auf das Print-Modul ist jederzeit möglich.

Perfektion hat ihren Preis

Vellum habe ich bereits bei Tulpenfrieden genutzt. Eigentlich hätte ich mir das im Moment gar nicht leisten können, aber der Gedanke, mich wieder mit Formatierungen und ähnlichen Dingen herumzuschlagen, frustrierte mich. Außerdem war ich schon äußerst spät dran. Einen zusätzlichen Tag mit der Formatierung des E-Books zu verprassen, war nicht drin. Also habe ich Vellum kurzerhand gekauft – und es nicht bereut. Meine E-Book stand innerhalb einer halben Stunde. Zum Glück achte ich im Vorfeld schon sehr pingelig auf Formatvorlagen. Dann ist es wirklich ein Klacks. Dennoch gibt es in Vellum immer noch die Möglichkeit, den Text im Nachhinein zu bearbeiten.

Vellum macht einem die Entscheidung leicht

Was einem die Kaufentscheidung sicher erleichtert: Der Download von Vellum ist absolut kostenlos. Man kann sein Buch erstellen und alles ausprobieren. Erst, wenn man den Text kompilieren möchte, wird man zu Kasse gebeten. Ein bisschen wie eine Testversion, allerdings mit dem Unterschied, dass diese nicht zeitlich begrenzt ist. Solange man nichts exportieren will, muss man nichts bezahlen. Leider ist Vellum komplett in Englisch. Das sollte jedoch kein großes Problem darstellen. Vieles ist selbsterklärend. Vellum hat auf seiner Homepage eine kleine Hilfeseite, die man zur Not durch ein Übersetzer-Addon jagen kann. Kleine Hilfeseite? Richtig. Obwohl Vellum so mächtig ist, gibt es keine langwierige Einarbeitszeit und daher auch keine endlosen Hilfeseiten.

Interesse geweckt? Dann gebt Vellum eine Chance. Je etablierter das Programm in Deutschland wird, desto eher können wir Autoren von Verbesserungen profitieren, wie z.B. eine deutsche Benutzeroberfläche und Buchformate.

 

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