Mein Schreibprogramm – Zurück zu den Wurzeln

Auf der Suche nach DEM Schreibprogramm habe ich vergessen, worum es eigentlich geht: Die Geschichte. Also zurück zu den Wurzeln mit Stift und Papier.

Schreibprogramm

Von der Kunst, rechtzeitig Stopp zu sagen

Ja, ich gebe zu: Ich bin süchtig. Dabei fing es vor einigen Jahren ganz harmlos an. Mein erstes Schreibprogramm war yWriter, wie sicher bei vielen anderen auch. Mich begeisterten die Möglichkeiten, ein Projekt geplant anzugehen. Vorher hatte ich in einer allseits bekannten Textverarbeitung einfach drauf los geschrieben. Dennoch fühlte ich mich den Möglichkeiten von yWriter schnell entwachsen und wollte mehr. Daran ist an sich noch nichts Verwerfliches. Es ist auch nicht schlimm, sich das nächste Paar Schuhe zu kaufen. Man muss nur wissen, wann es gut ist. Nun habe ich an Schuhen nicht so viel Interesse, aber daran, DAS perfekte Schreibprogramm zu finden. Dabei hatte ich nur eine wichtige Kleinigkeit übersehen.

Kein Programm schreibt dein Buch

Mittlerweile ist mir klar, dass ich eigentlich nur vor mir selbst davongelaufen bin. Auf der Suche nach dem heiligen Gral musste ich nicht darüber nachdenken, mit was ich ihn am Ende füllen würde. Wenn ich nicht den passenden Inhalt für ihn fand, dann war der Gral eine Fälschung. Dann musste ich mich auf die Suche nach dem nächsten begeben. Leider liefert nicht das Gefäß den Inhalt. Das hatte ich dabei vergessen. Für den Inhalt war ich verantwortlich. Die Suche nach dem Schreibprogramm lieferten mir nur die Entschuldigung, mich nicht mit meiner Geschichte beschäftigen zu müssen. Also ging ich zurück zu den Wurzeln.

Mein Schreibprogramm für den Plot – Stift und Papier

Natürlich schreibe ich meine Geschichten immer noch nicht mit der Hand. 75.000 Wörter sind für meine alten Fingerknochen dann doch eine zu gewaltige Aufgabe. Aber ich liebe es mittlerweile, den Plot in meinem Notizbuch aus meinen Gedanken herauszukitzeln. Auch liebe ich Farben. Je bunter, desto besser. Sie helfen mir, Zusammenhänge zu visualisieren. Ich arbeite mit einem Repertoire von zehn Farben, die ich mit bestimmten Definitionen versehen habe, um mich in meinen Aufzeichnungen sofort zurechtzufinden. Darüber wird es demnächst noch einen separaten Blogartikel geben. In der Zwischenzeit könnt ihr einfach mal mit dem Plot-Tracker arbeiten.

Zurück zu den Wurzeln befreit deine Gedanken

Schreibprogramme sind kein Ballast. Sie unterstützen dich bei deiner Arbeit und machen dir vieles einfacher. Sie sind allerdings nicht für den Inhalt deiner Geschichte verantwortlich. Das bist alleine du. Dabei könnte ein Notizbuch und ein Stift dein bester Freund werden. Hast du es schon einmal probiert oder plottest du bereits so? Teile mir deine Erfahrungen mit.

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