Der Marketing-Mix: Ohne Social Media nichts?

Social Media ist seit Jahren in aller Munde. Kein Wunder, dass es die Autoren ebenfalls für sich entdeckt haben. Aber ist diese Präsenz wirklich so wichtig?

Social Media

Social Media als Erfolgsgarant?

Facebook platzt aus allen Nähten. So viel ist sicher. Die Nutzer füttern die Social Media-Plattform mit aller Art von Informationen. Ob man diese im Leben wirklich braucht, bleibt dahingestellt. Die meisten Posts blieben sowieso besser dort, wo sie ursprünglich waren – im Kopf ihrer Urheber. Oder muss ich wirklich mein Essen fotografieren oder die Konsistenz meines Stuhlgangs kommentieren? Ganz sicher nicht. Trotzdem streckt die Datenkrake Facebook als Vorreiter bei der Analyse des Nutzerverhaltens gierig ihre Arme nach jeglicher Art von Information aus. Wie kann ich da als Autor glauben, dass ich dort gut aufgehoben bin? Kann es wirklich sein, dass ich ohne Social Media weniger Bücher verkaufe?

Himmel, ist das anstrengend!

Um die Quintessenz dieses Beitrags einmal vorwegzunehmen: Nein. Ich habe bislang nicht festgestellt, dass es da einen Zusammenhang gibt. Allerdings habe ich mich auch nicht sonderlich bemüht. Ich bin ein Social Media-Muffel. Dauernd irgendwas zu posten oder zu kommentieren, geht mit auf den Geist. Die Zeit habe ich einfach nicht. Außerdem habe ich – auch vor dem Datenskandal bei Facebook – das Gefühl, das es mit der Plattform abwärts geht. Wer mir nicht glaubt, sollte mal diesen Artikel von Walter Epp lesen. Einen Blog, den ich schon lange verfolge und der wirklich exzellente Tipps hat. Der größte Unsinn ist in meinen Augen übrigens die Facebook-Werbeanzeigen. Ein nutzloser Mechanismus für Autoren, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Twitter? Dafür konnte ich mich bislang genauso wenig begeistern. Ich kann einfach keine Kernaussagen in diese kleinen Kästchen pressen. Dann fühle ich mich beschränkt. Ich kann nicht verstehen, wie Leute diesem Dienst etwas abgewinnen können. Vielleicht liegt es daran, dass die Aufmerksamkeitsspanne für die kurzen Tweets nicht so groß sein muss. Die meisten Menschen haben ja sowieso keine Zeit mehr. Was mir da wesentlich mehr zusagt, ist Instagram. Das ist quasi Social Media nach meinem Geschmack. Bei diesem Social Media-Kanal sehe ich für das Marketing wirkliches Potential. Man muss sich nur ein wenig Mühe mit dem geeigneten Hashtag geben. Hier hat man auf jeden Fall die Möglichkeit, neue Fans zu finden und nicht nur bereits vorhandene zu unterhalten. Ein Medium, dem ich in Zukunft höchstwahrscheinlich etwas mehr Aufmerksamkeit schenken werde.

Was bringt’s?

In meinen Augen längst nicht so viel, wie sich viele Autoren vielleicht vormachen. Social Media ist immer zeitintensiv. Zeit ist aber das, was ich als eine voll berufstätige Autorin nicht habe. Ich bin auf effektive Marketing-Maßnahmen angewiesen, die schnell und effektiv sind. Meine knapp bemessene Zeit verbringe ich dann lieber beim Schreiben, als auf Social Media-Plattformen. Denn ein neues Buch ist auch Marketing.

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